Dem Bitcoin auf der Spur
Mittwoch, 09.05.2018

Dem Bitcoin auf der Spur

Ist es das Geld von morgen? Oder der Weg zum „schnellen Geld“? Für die meisten ist es ein Rätsel: fünf Fakten zu Kryptowährungen.

Erst ging es rasant bergauf, dann krachend bergab: Mit ihrer turbulenten Entwicklung hat die Kryptowährung Bitcoin in den vergangenen Monaten weltweit für Wirbel gesorgt. Inzwischen wird nicht nur in der Finanzwelt über Blockchain und Kryptowährungen diskutiert, die Medien berichten intensiv, und viele Menschen verfolgen das extreme Auf und Ab des Bitcoin-Kurses. Wir geben eine kleine Einführung, was es mit Kryptowährungen auf sich hat und was Anleger wissen sollten.

1. Es gibt nicht nur Bitcoin

Bitcoin mag die bekannteste Kryptowährung sein, sie ist aber bei Weitem nicht die einzige: Anfang dieses Jahres wurden mehr als 1.400 verschiedene Kryptowährungen gezählt – mittlerweile sind es fast 1.600. Sie unterscheiden sich unter anderem durch die Technologie, mit der sich Werte innerhalb weniger Sekunden digital verschieben lassen.

Dem Bitcoin auf der Spur

2. Kryptowährungen sind keine Währungen im klassischen Sinne

Die Bezeichnung kann in die Irre führen, denn Kryptowährungen fehlen einige Merkmale klassischer Währungen. Sie werden zum Beispiel von keiner Zentralbank herausgegeben, sondern von unbekannten Akteuren dezentral geschürft. Auch sind sie an keinen realen Wert gebunden. Für Anleger besonders wichtig: Kryptowährungen können nicht über reguläre Börsen gehandelt werden. Der Handel findet über spezielle Internetplattformen statt. Außerdem können Kryptowährungen nicht einfach bei einer Bank oder in einer Wechselstube gegen Euro getauscht werden.

3. Mehr Spekulationsobjekt als Zahlungsmittel

Auch wenn Kryptowährungen oft als digitales Zahlungsmittel bezeichnet werden, nutzen viele Menschen sie vor allem als Spekulationsobjekte. Das Risiko dabei ist extrem hoch – im schlimmsten Fall ist das investierte Geld komplett weg. Der Handel mit Kryptowährungen ist zudem (noch) nicht vom Gesetzgeber reguliert, eine entsprechende Finanzaufsicht existiert nicht – ganz im Gegensatz zu Börsenplätzen und Finanzinstituten wie Banken und Fondsgesellschaften. Anleger haben somit keinerlei Schutz bei der Spekulation mit Kryptowährungen.

4. Kryptowährungen sind sehr schwankungsanfällig

Die Zahlen mögen auf den ersten Blick beeindrucken: Der Bitcoin war im Frühling sechs Mal so viel wert wie ein Jahr zuvor, im Drei-Jahres-Vergleich sogar 33 Mal so viel. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Den starken Wertsteigerungen standen nämlich auch starke Verluste gegenüber. Teilweise verlor der Bitcoin 40 Prozent an Wert, und das innerhalb von zwei Wochen. Bei Kryptowährungen geht es also hoch und runter, und tägliche Schwankungen von bis zu zehn Prozent sind keine Seltenheit. Von Wertstabilität kann also keine Rede sein.

5. Die Technik dahinter: die Blockchain

Zahlungsmittel ohne Banken – wie geht das? Die Antwort: mit der sogenannten Blockchain-Technologie. Ein Großteil der Kryptowährungen nutzt diese Technologie, von der nicht wenige Experten meinen, dass sie unsere Welt ebenso revolutionieren wird wie das Internet. Wie der Name vermuten lässt, werden dabei Informationsblöcke wie Glieder einer Kette aneinandergereiht. Allerdings nicht an einem zentralen Speicherort, sondern dezentral auf einer Vielzahl von Rechnern. Wird in einem Rechner ein neuer Block an die Kette angefügt, wird dieser Block von den anderen Rechnern des Netzwerks überprüft und als Kopie übernommen – oder abgelehnt. So kontrollieren sich die einzelnen Bausteine der Technik ohne eine zentrale Instanz. Betrug soll dadurch nicht mehr möglich sein, weil abweichende Informationen von den anderen Rechnern erkannt und ausgeschlossen werden. Mithilfe der Blockchain kann zum Beispiel ein Geldbetrag in Form eines Datensatzes gespeichert und an eine andere Person weitergeleitet werden – ganz ohne eine reguläre Bank.

Die Blockchain-Technologie wird das Wirtschaftsleben grundlegend verändern. Wie sich diese revolutionäre Technik genau auf Finanzprodukte, die Wirtschaft und Geschäftsmodelle auswirken wird, könne man heute verlässlich noch nicht sagen, so Professor Dr. Philipp Sandner von der Frankfurt School of Finance & Management. Der Leiter des 2017 gegründeten Blockchain Centers an dieser staatlich anerkannten Wirtschaftsuniversität und Business School beantwortet im Interview, wie die Blockchain-Technologie funktioniert und was daran so revolutionär ist:

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