Dem DAX geht es gut
Donnerstag, 08.02.2018

Dem DAX geht es gut

In den USA starteten die Aktienmärkte mit Turbulenzen in den Februar. Was bedeutet das für den DAX?

Der Beginn dieser Woche wirkte auf viele Beobachter unruhig und hektisch: An den US-amerikanischen Aktienmärkten bewegten sich die Kurse stark, und das zog auch den deutschen Aktienindex DAX in Mitleidenschaft. Schon Mitte der Woche stabilisierten sich die Märkte aber wieder. Wie kam es zu den Turbulenzen? Müssen sich Anleger Sorgen machen?

Nach Rekorden kommt die Korrektur

Monatelang jagten die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks immer neuen Rekordständen nach – bis schließlich vergangene Woche eine Korrektur einsetzte. Es begann am Freitag, 2. Februar, mit dem starken Arbeitsmarktbericht aus den USA. Es kam die Befürchtung auf, dass die Teuerung in den USA deutlich steigen und die amerikanische Notenbank Fed dazu veranlassen könnte, die US-amerikanischen Leitzinsen schneller anzuheben als bislang erwartet. Dies würde dann unter anderem bedeuten, dass die Kredite für Unternehmen schneller wieder mehr kosten würden – was wiederum Auswirkungen auf die gute wirtschaftliche Lage hätte und auch der positiven Entwicklung der Aktienmärkte schaden könnte.

Hinzu kommt, dass im ersten Monat dieses Jahres sowohl der deutsche Aktienindex als auch der US-amerikanische Leitindex S&P 500 Rekordwerte erzielten: Der DAX entwickelte sich im Januar mit einem Plus von 2,1 Prozent, und der S&P 500 legte sogar um 5,6 Prozent zu.

Der Einfluss der Algorithmen

Schließlich hatten technische Reaktionen in der Nacht zum Dienstag die nach unten gerichtete Marktbewegung verstärkt. Unter anderem systematische und quantitative Investoren („Algo-Trader“) haben Verkaufssignale umgesetzt. Bei bestimmten Indexständen werden aufgrund mathematischer Modelle bei diesen systematisch gesteuerten Investoren automatisch Verkaufssignale ausgelöst. Diese Effekte verstärken sich, je tiefer die Indexstände sinken. So kam es zu den starken Verlusten, die am Dienstag auch den DAX stark in Mitleidenschaft zogen.

Neben privaten und institutionellen Anlegern gibt es auch sogenannte systematische und quantitative Investoren. Diese computergesteuerten „Algo-Trader“ kaufen und verkaufen Aktien aufgrund von Algorithmen und mathematischen Signalen.

Keine fundamentale Talfahrt

Unter dem Strich handelte es sich hierbei aber um eine technische Korrektur, nicht um eine fundamentale Trendwende. Denn in den wichtigsten Ländern der Welt sind die wirtschaftlichen Daten nach wie vor gut. Schon in der Nacht zum Mittwoch war in den USA eine Stabilisierung zu beobachten, zur Wochenmitte setzte auch beim DAX eine Gegenbewegung ein. Die Investoren berücksichtigen wieder stärker die robuste fundamentale Situation. Doch die Börsen bleiben schwankungsanfällig, schon im Laufe des Donnerstags kam es zu weiteren Einbußen beim DAX. Grundsätzlich dürften bei den ermäßigten Kursen Investoren vermehrt die Chance ergreifen und wieder Aktien kaufen.

Dass die Volatilität nach dem außergewöhnlich schwankungsarmen Jahr 2017 wieder ansteigt, ist wenig überraschend. Die Experten von Union Investment erwarten nach wie vor, dass 2018 ein gutes Aktienjahr wird. So ist für private Anleger vielmehr entscheidend, in der aktuellen Situation die Ruhe zu bewahren. Kurzschlussreaktionen sind nicht angebracht. Und unabhängig von aktuellen Entwicklungen ist es weiterhin ratsam, seine Geldanlagen gut aufzuteilen und sich bei der Suche nach der passenden Lösung Unterstützung vom Berater in der Bank zu holen.

Nachdem der DAX am 23. Januar 2018 mit 13.559 Punkten ein Allzeithoch erreicht hatte, brachen die Kurse bis zum 6. Februar bis auf 12.393 Punkte ein. Das ist ein Verlust von 8,6 Prozent. Doch schon am 7. Februar setzte eine erste Gegenbewegung ein.

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