Was kostet meine Welt?
Donnerstag, 16.11.2017

Was kostet meine Welt?

Was die Welt kostet? Keine Frage, sie ist unbezahlbar. Was aber die eigene Welt kostet, kann jeder errechnen und gewinnt so einen wichtigen Überblick über die eigenen Finanzen.

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Die Miete für die Wohnung, der Einkauf im Supermarkt, der Kinobesuch am Wochenende, ein Essen im Restaurant mit Freunden – das Geld verschwindet manchmal ziemlich schnell. Doch wohin genau? Wie hoch die Miete ist, wissen wir meist ohne Mühe. Aber wissen wir auch, wie viel wir jeden Monat für Lebensmittel ausgeben? Oder im Laufe eines Jahres für Kleidung? Hilfreich wäre dies durchaus. Denn um die eigenen Finanzen gut im Griff zu haben, ist es nötig zu wissen, wofür wir unser Geld überhaupt ausgeben.

Die Lebenshaltungskosten im Blick haben bringt Sicherheit

Der Klassiker unter den Möglichkeiten, die eigenen Ausgaben aufzuschlüsseln, ist das Haushaltsbuch. Auch wenn es auf manche etwas angestaubt wirkt, hat es durchaus seine Berechtigung. Das Praktische: Mittlerweile müssen wir nicht mehr zu Heft und Stift greifen, um unsere Ausgaben aufzuschreiben. Es gibt zahlreiche Apps, die uns die „Buchführung“ erleichtern. Sich ein klein wenig Zeit dafür zu nehmen lohnt sich. Denn so bekommen wir einen Überblick über die eigenen Ausgaben und sehen, welcher Lebensbereich wie viel kostet. Wer das weiß, bekommt ein Gefühl dafür, an welchen Stellen – nicht nur im Notfall – auch Abstriche gemacht werden können; aber auch dafür, wie viel Geld im Monat tatsächlich da sein muss.

Was kostet meine Welt?

Das wissen Marktforschungsinstitute: Sie ermitteln regelmäßig, wieviel Geld die Deutschen wofür ausgeben. Hier ein kleiner Ausschnitt der durchschnittlichen monatlichen Ausgaben:

Was kostet meine Welt?

Was übrig bleibt

Gut zu wissen, was genau mit dem eigenen Geld passiert. Noch besser, wenn nach all den Ausgaben am Ende des Monats etwas übrig bleibt. Nur, was tun mit dem Geld? Shoppen gehen? Auf den Kopf hauen? Das macht vielleicht Spaß, wäre aber nicht die klügste Entscheidung. Zumindest nicht jeden Monat. Denn: Wichtig ist es auch, Rücklagen zu bilden.
 
Finanzexperten sprechen in dem Zusammenhang oft von der sogenannten Liquidität. Auf dieses Guthaben wird gerne zurückgegriffen, wenn die Städtetour nach Prag oder ein langes Wochenende im Grünen ansteht. Dagegen ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden. Vorausgesetzt, man lässt die Finger von den Reserven für den Notfall.
 
Die Liquidität bezeichnet den Teil des Vermögens, an das wir jederzeit ran können, zum Beispiel das Geld auf unserem Giro- oder Tagesgeldkonto.

Für den Notfall gewappnet

Warum? Weil das Leben immer Überraschungen bereithält. Und wenn mal etwas schiefläuft, ist jeder froh, wenn nicht zusätzlich finanzielle Sorgen hinzukommen.

 

Darum sollte sich jeder die Zeit nehmen und auflisten, worauf man auf keinen Fall länger verzichten kann und welche Ausgaben dafür nötig sind. Komme ich zum Beispiel ohne Auto nicht zur Arbeit? Dann sollte immer ein Notgroschen für Reparaturen da sein. Auch die familiäre Situation ist entscheidend: Bin ich nur für mich selbst verantwortlich, oder habe ich Kinder zu versorgen? Kann ich auf die Unterstützung meines Partners oder meiner Partnerin zählen? Wie hoch die eigenen Reserven ausfallen sollten, kann also nicht pauschal beantwortet werden. Darum ist die persönliche Bestandsaufnahme auch so wichtig.

Ein Muss für jede Rücklage

Weil die Rücklagen für Notfälle oder außerplanmäßige Ausgaben gebildet werden, ist es natürlich ein Muss, dass sie gut angelegt, vor allem aber jederzeit verfügbar sind. Ein fester Betrag „für alle Fälle“ kann beispielsweise gut auf einem Tagesgeldkonto angelegt sein.
 
Kurzum: Wer Klarheit über seine Finanzen hat, beugt unangenehmen Geldsorgen vor. Und mal ganz ehrlich: Wenn wir wissen, dass ausreichend Reserven da sind, leben wir doch ein ganzes Stück unbeschwerter. Und das ist, genauso wie unsere Welt, unbezahlbar!

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