Das Sparen
Mittwoch, 22.11.2017

Das Sparen: Türöffner und Ruhekissen

Sparen engt nicht ein, sondern eröffnet Chancen. Doch wie spart man richtig?

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Mehr als zwei Drittel der Deutschen tun es laut einer Studie regelmäßig. Die meisten monatlich. Und sie fühlen sich gut dabei. Sie sparen! Entgegen allen Vorurteilen liegt die Quote bei Schülern, angehenden Studierenden und Berufseinsteigern sogar noch höher: Über 90 Prozent der 16- bis 25-Jährigen legen regelmäßig etwas zur Seite. Der Weg zum richtigen Sparen mag dabei nicht immer auf der Hand liegen. Die Gründe für das Sparen hingegen schon!

Sich etwas leisten können

Sparen gibt Sicherheit, denn es dient dazu, schlechte Zeiten überbrücken zu können. Neben dem Notgroschen nehmen gerade junge Sparer vor allem auch die naheliegende Zukunft in den Blick und legen einen Teil ihres Geldes zurück, um sich irgendwann einmal etwas zu gönnen oder einen Traum zu verwirklichen. Denn wer will als junger, ungebundener Mensch nicht gerne die Welt erobern?

  • Sich mehrere Monate durch Australien oder Südamerika treiben lassen. Oder mit Freunden einen Abenteuertrip durch Island wagen.

  • Oder man möchte das nötige Kleingeld zur Hand haben, wenn es darum geht, die erste eigene Wohnung stilvoll einzurichten.

  • „Etwas auf der hohen Kante haben“

    Die Redewendung stammt aus Zeiten, in denen es noch keine Banken gab, die Geld sicher verwahrten. Wer zu dieser Zeit größere Mengen an Bargeld vor potenziellen Dieben verstecken wollte, nutzte zum Beispiel den oberen Rahmen eines Himmelbettes. Dort blieb das Geld vor den Blicken sicher. Das war die „hohe Kante“.

Warum nicht irgendwann einmal nach den Sternen greifen und sich ein sportliches Auto zulegen? Für Berufseinsteiger und Studenten erfüllt ein schicker Flitzer den Traum von Mobilität, aber selbst der will finanziert werden. Wer hingegen auf Mark Zuckerbergs Spuren wandeln will, der dürfte froh sein, wenn er schon auf ein wenig eigenes Startkapital zurückgreifen kann.

Sparen ja – aber wie?

Sparen ist somit das Ruhekissen, das es einem später erlaubt, sein Leben im gewohnten Maß fortzuführen, und gleichzeitig der Türöffner, um sich Wünsche zu erfüllen. Sparen schafft also Freiräume und bietet Chancen – dass es sinnvoll ist, wird deshalb niemand bestreiten wollen. Dabei kann allerdings auch einiges schiefgehen, denn wie spart man eigentlich richtig? Sparen bedeutet nämlich weit mehr, als einfach eine bestimmte Summe eben nicht auszugeben.

Drei Fragen sollte sich jeder Sparer stellen: warum, wie viel und wie.

Warum: Was genau will ich mit meinem Ersparten machen? Soll es der nächste Urlaub am Strand sein? Ein Mountainbike? Oder geht es mir eher darum, auch als Rentner nicht knausern zu müssen?

Spartipp:

Schreiben Sie auf, welche Ziele Sie haben und bis wann Sie sie erreichen wollen. Dieser Fahrplan hilft Ihnen sich zu orientieren, und Sie können Ihre Ziele immer mal wieder nachjustieren.

Wie viel: Ob wir eine genaue Vorstellung haben oder ohne konkretes Ziel ein Vermögen aufbauen wollen: Der nächste Schritt gilt der Überlegung, wie viel wir überhaupt sparen wollen und können. Dafür brauchen wir einen Überblick über unsere Ausgaben –  nicht nur, um zu sehen, wie viel im Monat tatsächlich übrig bleibt. Wir sollten auch prüfen, wofür wir ehrlicherweise zu viel Geld ausgeben – und beim nächsten Mal überlegen, ob wir den Betrag nicht für einen größeren Wunsch zur Seite legen könnten.

Wenn wir wissen, wie viel wir grundsätzlich entbehren können, geht es weiter: Denn um möglichst erfolgreich zu sparen, bietet es sich an, jeden Monat einen festen Betrag zur Seite zu legen – am besten per Dauerauftrag. Dadurch kommen wir gar nicht erst in Versuchung, das Geld anderweitig auszugeben, und unser Erspartes wächst stetig an.

Spartipp:

Wenn es noch ein kleines bisschen mehr sein soll, bietet sich folgender Trick an: Ab und zu kommen wir ja in den Genuss eines finanziellen Extras – ein großer Schein zum Geburtstag von der Oma, damit wir uns etwas Schönes kaufen können, Weihnachtsgeld vom Arbeitgeber oder vielleicht sogar ein kleiner Gewinn. Nehmen Sie einfach von diesem kleinen „Geldsegen“ einen bestimmten Anteil, zum Beispiel 15 Prozent, und legen Sie ihn zur Seite. Den Rest können Sie nach Lust und Laune ausgeben. So haben Sie gleich doppelt Freude: Sie konnten sich etwas gönnen und haben trotzdem Ihr Erspartes vergrößert.

Das Dilemma mit den niedrigen Zinsen

Nun das „Wie“: Was tun mit dem Ersparten? Hier hat jeder die Wahl, wie er sein Geld am liebsten anlegen möchte. Die Möglichkeiten sind vielfältig, was die Entscheidung nicht unbedingt erleichtert. Es lohnt sich aber, sich eine eigene „Sparstrategie“ zurechtzulegen.

Denn gerade in Zeiten, in denen die Zinsen sehr niedrig sind, ist es nicht ratsam, das Ersparte einfach nur auf ein Sparbuch zu überweisen. Dort ist es zwar sicher, vermehrt sich aber kaum – schlimmstenfalls wird nicht einmal die Inflation über die Jahre ausgeglichen, wodurch das Geld sogar an Kaufkraft verliert. Ähnlich verhält es sich mit dem klassischen Tagesgeldkonto. Im Finanzbereich gibt es eine Vielzahl an Lösungen, die vor allem auf lange Sicht eine wichtige und gute Alternative darstellen. Auch wenn es den einen oder anderen Überwindung kostet: Die Zeit, die man in seine Sparstrategie investiert, ist gut angelegt.

Unterstützung vom Experten

Zugegeben, sich durch die Vielfalt an Möglichkeiten zu arbeiten, fällt nicht immer leicht. Machen Sie es daher ruhig wie in vielen anderen Lebensbereichen: Holen Sie sich Rat bei einem Berater in Ihrer Bank. Diese sind zum Beispiel darauf spezialisiert, gemeinsam mit Ihnen die für Sie passende Sparstrategie zu entwickeln. So können Sie sicher sein, dass Sie Ihre finanziellen Ziele gut geplant haben.

Wer also richtig spart, der genießt drei Vorteile: Er hat jetzt weniger Sorgen und mehr Vorfreude – und später mehr Geld.

 

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