Mein Roboter, mein Freund und Helfer
Mittwoch, 30.05.2018

Mein Roboter, mein Freund und Helfer

Roboter, wohin man schaut: Intelligente Maschinen unterstützen uns schon heute im Alltag als kleine Haushaltsroboter, und als Assistenzssysteme erleichtern sie uns das Leben.

Diesen Beitrag teilen:

Es soll Menschen geben, die gerne den Haushalt machen und dabei in Gedanken abschalten. Doch die meisten von uns hätten schon gerne allzeit bereite Helferlein, die sich wie die berühmten Heinzelmännchen um die kleinen und großen Besorgungen kümmern. Und: Es gibt sie schon. Wenn Sie nach der Arbeit zu Hause sind, saust leise surrend ein kleiner Saugroboter über den Boden. Dank seiner vielen Sensoren umfährt er elegant alle Möbel und auch Ihre gerade vor der Tür abgestellte Tasche. In seinem Softwaregehirn hat er ein Abbild der Wohnung gespeichert, kann auf kleine Hindernisse reagieren und sammelt Flusen und Katzenhaare selbst im letzten Winkel auf.

Sie setzen sich inzwischen entspannt in den Sessel und sagen: „Alexa, ich möchte bitte Loungemusik hören“. Der kleine Lautsprecher, drahtlos verbunden mit Ihrer Musikanlage, erfüllt den Wunsch umgehend. Sie lehnen sich zurück und beobachten durchs Fenster den großen Bruder des Saugroboters – einen vollautomatisierten Rasenmäher, der das Grün auf Schnitthöhe „englischer Golfplatz“ kürzt.

Fantasien werden Realität

Vor zehn Jahren schienen alltagstaugliche Serviceroboter wie eine Fantasie. Man konnte ihnen damals vielleicht bei einer Messe begegnen, heute sind sie in vielen Lebensbereichen und oft auch bei uns zu Hause schon eingezogen. Was solche sympathischen Helfer brauchen, sind drei Dinge: erstens viele Sensoren, die das ersetzen, was wir Menschen mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen. Dazu kommt eine leistungsstarke Software, die die vielen Sensordaten sinnvoll benutzt. Gewissermaßen als Steuereinheit ähnlich dem menschlichen Gehirn und als eine zumindest schwache künstliche Intelligenz (KI), die eine bestimmte Funktion oder Aufgabe ausübt. Und drittens müssen sich die Maschinen unterhalten können, mit Ihnen – siehe Alexa und Ihr Musikwunsch – oder eben untereinander, wenn beispielsweise ein intelligenter Rauchmelder bei starker Rauchentwicklung in Ihrer Wohnung eine Nachricht an Ihr Smartphone schickt. Der Weg dieser Kommunikation ist das Internet.

Schwache künstliche Intelligenz (KI) begegnet uns heute ständig: zum Beispiel im Navigationsgerät oder in Software, die im Onlineshop passende Produkte zum Kaufverhalten vorschlägt.

  • Mein Roboter, mein Freund, mein Helfer
    Industrie 1.0 (1800): Die industrielle Produktion beginnt. Eine der ersten Anwendungen sind mechanisierte Webstühle.
  • Mein Roboter, mein Freund und Helfer
    Industrie 2.0 (1900): Elektrifizierung und Massenproduktion revolutionieren die Produktivität ein weiteres Mal. Typisches Beispiel ist das Ford Model T als erstes Auto, das am Fließband gefertigt wird.
  • Mein Roboter, mein Freund und Helfer
    Industrie 3.0 (1970): Automatisierung, der Einsatz von Robotern am Fließband und die zunehmende Nutzung elektronischer Systeme weisen den Weg ins digitale Zeitalter.
  • Industrie 4.0 (2010): Das Internet der Dinge vernetzt Maschinen untereinander und mit den Menschen, die sie bedienen. Als Teil dieses Trends werden auch Roboter mehr und mehr zu Begleitern unseres Alltags – ob als Haushaltshilfe oder Spielkamerad.

Industrie 4.0: Die Revolution des 21. Jahrhunderts

Daten, Software und Vernetzung: Das sind drei der wichtigsten Schlüsselbegriffe des Zukunftstrends „Industrie 4.0“. Nicht weniger als eine neue Revolution ist gerade im Gang, nämlich die vierte Ausbaustufe der industrialisierten Welt. Der Wandel passiert überall auf der Welt, und das meiste bekommen wir gar nicht mit, etwa wie eine intelligente Fabrik viel mehr leistet als zu früheren Zeiten. Wobei: Von welcher Intelligenz ist hier eigentlich die Rede? Von künstlicher, und die gibt es vielfach in schwacher Form in unserem Alltag. Viel interessanter für die Zukunft ist starke KI.

Starke künstliche Intelligenz (KI) ist, wenn menschliche Intelligenz nachgebildet wird, also etwa künstliche neuronale Netze konstruiert werden, die dem Gehirn nachempfunden sind. Ziel ist, dass auch Computer ohne Anleitung logisch planen oder ähnlich gut kommunizieren wie Menschen.

Roboter als präzise Assistenten bei Operationen

Roboter mähen aber nicht nur den Rasen – sie machen uns mittlerweile sogar gesund. Das zeigt zum Beispiel die Sparte Medical Robots von Kuka, einem führenden Unternehmen in der Roboterentwicklung. Deren Systeme sind schon heute die idealen Assistenten in vielen Anwendungen, ist auf der Internetseite des Unternehmens zu lesen. So müssen zum Beispiel bei Operationen immer mal Knochen durchtrennt werden. Dafür greifen Ärzte wie vor 100 Jahren zur Säge. Kuka hat für diese Zwecke einen Roboterarm entwickelt, der mit einem kalten Laser den Schnitt am Knochen berührungsfrei durchführt. So bleibt  – im Gegensatz zur Säge – die Knochenoberfläche intakt, und die Heilungszeit wird wesentlich verkürzt. Und das ist nur ein Beispiel. Kuka-Roboter helfen dabei, Patienten richtig zu positionieren, punktgenau Tumorzellen zu bestrahlen oder, in einem Forschungsprojekt, ein biomechanisches Modell eines Knies zu erstellen. So könnte das hochkomplexe Gelenk künftig für den jeweiligen Patienten individuell als Prothese nachgebildet und eingesetzt werden.

Den Terminator gibt es nur im Kino

Trotz solcher Innovationen fürchten sich manche vor zunehmend intelligenten Maschinen. Und das nicht wegen Weltuntergangsszenarien à la Terminator. Aber werden wir Menschen vielleicht einfach überflüssig? Jüngst schlug die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)  Alarm und die Experten sagten voraus, dass durch die weitere Automatisierung allein in Deutschland jeder fünfte Arbeitsplatz künftig wegfallen könnte. Trotzdem, jetzt in Panik zu verfallen scheint nicht angebracht: Aktuell würden Roboter ohne die leitende Hand des Menschen ziemliche Unordnung stiften. So sagte kürzlich der Tesla-Chef und Roboterfan Elon Musk, man habe es mit der Automatisierung in seinen Fabriken wohl zu weit getrieben. „Menschen sind unterbewertet“, so seine Aussage auf heise online (14. April 2018).

Ein Optimist, der um die Gefahren weiß

Werden mit der sich rasant entwickelnden Technologie Roboter in Zukunft darüber entscheiden, wie wir Menschen leben? Was wir morgen fühlen und denken, was wir kaufen und welche Entscheidungen wir treffen? Künstliche Intelligenz wird unser Leben vermutlich noch stärker ändern als bisherige Innovationsstufen. KI wird immer besser feststellen können, wie es uns gerade geht – und sei es nur über eine Uhr am Handgelenk oder durch Kleidung mit integrierten Sensoren.

Künstliche Intelligenz birgt Chancen, aber auch Gefahren. Man sollte um beide wissen. Und der Mensch sollte im Zentrum der Entwicklung stehen. Denn der Fortschritt kann unser Leben verbessern, ist aber auch in der digitalen Welt immer nur Mittel zum Zweck. Künstliche Intelligenz soll die menschliche Intelligenz unterstützen, nicht umgekehrt. Wichtig ist, den Wert der Produkte und Dienstleistungen auf die Bedeutung und Werthaltigkeit für Menschen festzulegen.

Denn Roboter werden uns in einem bisher nicht vorstellbaren Maß in unserer Zukunft begegnen und unseren Alltag weiter erleichtern. Firmen, die Roboter und andere Technologie im Sinne der Menschen herstellen, sind in aller Regel an der Börse notiert. Wer die Chancen hochwertiger Robotik sowie der Industrie 4.0 insgesamt bei der Geldanlage nutzen möchte, kann sich mit Fonds an diesem Megatrend beteiligen. Ihr Bankberater weiß, worauf es bei solchen Geldfragen ankommt – und auch, wie Sie Ihre Anlageziele erreichen können.

Ihre Bewertung:

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

So fanden andere den Artikel:

Sobald Sie Ihre Bewertung abgegeben haben, ist auch das Gesamtergebnis sichtbar.

Diesen Beitrag teilen:

Lust auf weitere spannende Themen?

Die Sache mit den Steuern

Die Sache mit den Steuern

Auch bei der Fondsanlage sind Steuern ein begleitendes Thema. Darum haben wir hier einen kleinen Wegweiser für Sie.

Teaser-Link
  • Hintergründe
„Fonds-Facts“ – Sie fragen, wir antworten (Teil 1)

„Fonds-Facts“ – Sie fragen, wir antworten (Teil 1)

Wenn es um die Geldanlage in Fonds geht, tauchen immer wieder dieselben Fragen auf. Wir haben Antworten.

Teaser-Link
  • Fakten

UniIndustrie 4.0

Globaler Aktienfonds für Industrie 4.0-Unternehmen

Teaser-Link