Was wäre aus Josephs Sparpfennig geworden?
Mittwoch, 15.08.2018

Was wäre aus Josephs Sparpfennig geworden?

Mit dem Zinseszins eine ganze Menge. Aber ob das heute auch noch funktioniert? Wir haben nachgerechnet.

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Warum sind Zinsen eigentlich so wichtig beim Sparen? Weil sie das Geld, das zum Beispiel auf dem Sparbuch angelegt ist, Jahr für Jahr vermehren können. Doch wir Sparer profitieren noch von einem zusätzlichen Effekt. Denn auch die Zinsgewinne des Vorjahres werden Jahr für Jahr mitverzinst. Dieser Zinseszins genannte Effekt wird besonders spürbar, wenn über viele Jahre gespart wird. Dazu gibt es ein eindrucksvolles Rechenbeispiel, das der britische Wirtschaftswissenschaftler Richard Price bereits im 18. Jahrhundert entwickelt hat: den sogenannten „Josephspfennig“.

Kleinvieh macht auch Mist

Das auf die heutige Zeit übertragene Beispiel geht davon aus, dass Maria und Joseph zur Geburt von Jesus am 25. Dezember des Jahres null einen Euro-Cent angelegt haben. Dieser Cent wird über 2.000 Jahre lang mit einem Zinssatz von fünf Prozent pro Jahr verzinst. Aufgrund der Zinsen und besonders durch die Zinseszinsen wäre der eine Cent zu einem schier unglaublichen Betrag angewachsen. Denn wären die Geldanlage und die Zinsgewinne über den gesamten Zeitraum auf dem Sparkonto geblieben, hätte sich der Euro-Cent vervielfacht auf insgesamt

23.911.022.046.136.200.000.000.000.000.000.000.000.000 Euro

Kaum ein Taschenrechner wäre in der Lage, diesen Betrag auf dem Display anzuzeigen, der mehreren Milliarden Weltkugeln aus purem Gold entspräche. Der Wert ohne den Zinseszinseffekt bei gleichem Zinssatz liegt dagegen weit darunter. Bei fünf Prozent Zinsen hätte Joseph in 20 Jahren einen Cent Zinsen erhalten, in 200 Jahren zehn Cent und in 2.000 Jahren einen Euro. Das Endkapital hätte damit lediglich bei 1,01 Euro gelegen.

2.000 Jahre warten? Muss nicht sein

Nun hat niemand Lust, 2.000 Jahre zu warten, um aus einem Cent ein unglaubliches Vermögen zu machen. Aber das ist auch nicht nötig. Denn der Zinseszins wirkt auch nach ein paar Jahren. Dabei gilt: Je länger Sie anlegen oder sparen, desto stärker macht sich der Zinseszins bemerkbar. Das zeigt eine auf zwanzig Jahre angewandte Rechnung mit einem Startkapital von 2.000 Euro bei einem Zinssatz von fünf Prozent.

Was wäre aus Josephs Sparpfennig geworden?

Diese Rechnung macht durchaus Lust aufs Geldanlegen. Nur leider liegen die Zinsen seit mehreren Jahren weit unter dem Niveau von fünf Prozent. So sieht der Zinseszinseffekt bei einem Zinssatz von einem Prozent schon ganz anders aus.

Was wäre aus Josephs Sparpfennig geworden?

Erfolgreich sparen trotz niedriger Zinsen

Bis die Zinsen wieder steigen und der Zinseszinseffekt wieder spürbare Ergebnisse bringt, braucht dennoch niemand aufhören zu sparen. Denn es gibt zeitgemäße Formen, das angelegte Geld zu mehren. Seit Langem bewährt haben sich etwa Fondssparpläne. Für den Fondssparer kommt die Wertentwicklung ins Spiel, etwa bei Misch- und Aktienfonds, in die Fondssparpläne investieren können. Diese Wertentwicklung, die sich in der Wertentwicklung der Kapitalmärkte spiegelt, liegt oftmals über den niedrigen Zinserträgen der vergangenen Jahre. Was dabei herauskommen kann, lässt sich zum Beispiel mit Onlinerechnern ganz leicht herausfinden.

Beim zeitgemäßen Sparen spielt die Wertentwicklung die entscheidende Rolle und nicht so sehr die Zinsen und der Zinseszinseffekt. Zu den Möglichkeiten eines Fondssparplans informiert Sie Ihr Berater gerne eingehender.

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