Was sind Offene Immobilienfonds?
Mittwoch, 31.01.2018

Was sind Offene Immobilienfonds?

Mit kleinen Beträgen in Immobilien investieren: Das ermöglichen Offene Immobilienfonds. Wir zeigen, wie diese Fonds funktionieren.

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Möchten Sie gerne in Immobilien investieren? Dann sind Sie nicht alleine: Immobilien sind eine beliebte Anlageklasse. Allerdings verfügen viele Anleger nicht über die nötigen finanziellen Mittel, um selbst ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen; auch ist der Verwaltungsaufwand enorm, den der direkte Besitz einer Immobilie mit sich bringt.

Sie haben aber die Möglichkeit, auch mit kleineren Beträgen am Immobilienmarkt teilzuhaben – ohne hohen Verwaltungsaufwand. Hier kommen Offene Immobilienfonds ins Spiel.

Professionelles Fondsmanagement mit hohen Ansprüchen

Wie bei anderen Fondsarten auch werden bei einem Offenen Immobilienfonds die Gelder der Anleger gesammelt und – wie der Name vermuten lässt – in eine Vielzahl verschiedener Immobilien investiert. Welche Objekte für den Fonds erworben oder auch wieder verkauft werden, entscheiden die Fondsmanager. Bei der Auswahl werden unterschiedliche Kriterien berücksichtigt. Dazu zählen Gebäudegröße, Lage, Alter der Gebäude, Zahlungsfähigkeit der Mieter, Branche der mietenden Unternehmen, die Qualität der Bauten und die Struktur der Mietvertragslaufzeiten. All diese Punkte zahlen auf das Ziel ein, hohe Vermietungsquoten und folglich regelmäßige Einnahmen für die Anleger zu erzielen. Außerdem führt die Mischung einer Vielzahl von Objekten dazu, dass das Risiko stärker verteilt wird.  

Offene Immobilienfonds haben häufig einen geografischen Anlageschwerpunkt und investieren zum Beispiel verstärkt in Deutschland oder Europa oder auch in attraktiven großen Städten auf der ganzen Welt.

Um das Risiko stärker zu verteilen, legen viele Offene Immobilienfonds die Gelder in Objekte mit unterschiedlichen Nutzungsarten an. So entsteht ein Mix aus beispielsweise Bürogebäuden, Einkaufszentren, Logistikzentren oder Hotels. Aber auch die Nutzungsart Wohnen kann über einen Offenen Immobilienfonds eine solide Geldanlage sein.

Bei Offenen Immobilienfonds fließen regelmäßig Erträge, vorrangig durch Mieteinnahmen. Sie gelten zudem als weniger anfällig für Schwankungen als zum Beispiel Aktienfonds.

Offene Immobilienfonds streuen das Fondsvermögen über verschiedene Standorte, Objektgrößen und Nutzungsarten.

Gut zu wissen

Zu beachten ist, dass Sie eine Investition in einen Offenen Immobilienfonds immer langfristig betrachten sollten. Denn in Bezug auf diese Fondsart gelten bestimmte gesetzliche Regelungen: Im Sinne des Anlegerschutzes ist eine Mindesthaltedauer von 24 Monaten sowie eine Rückgabefrist von zwölf Monaten vorgeschrieben. Diese Regelungen dienen dazu, dass das Fondsmanagement entsprechend flexibel bei An- und Verkäufen der Immobilienobjekte reagieren kann.

Grundsätzlich eignet sich die Geldanlage in Offene Immobilienfonds für Sie, wenn Sie geringe bis mäßige Risiken akzeptieren und mindestens vier bis fünf Jahre investieren möchten. Ein Einstieg ist allerdings nicht immer möglich. Ob ein bestimmter Immobilienfonds derzeit neue Gelder aufnimmt, kann Ihnen Ihr Bankberater sagen. Er unterstützt Sie auch bei der Frage, ob ein Offener Immobilienfonds grundsätzlich als Anlagemöglichkeit für Sie infrage kommen könnte.

Nicht verwechseln: Offene und Geschlossene Immobilienfonds

Neben Offenen gibt es auch Geschlossene Immobilienfonds. Beide Fondsarten unterscheiden sich erheblich. Besonders wichtig zu wissen ist, dass Sie bei Letzteren nicht nur in eine wesentlich geringere Anzahl von Immobilien investieren, sondern vor allem als sogenannter Kommanditist dem Geschlossenen Fonds beitreten. Zudem wird meist eine größere Summe als Mindestanlage gefordert, und die Laufzeit kann weit über zehn Jahre betragen.

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