Was ist Rendite?
Mittwoch, 28.11.2018

Was ist Rendite?

Wenn vom Sparen oder vom Vermögensaufbau die Rede ist, fällt häufig der Begriff Rendite. Was steckt dahinter?

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Können Sie auf Anhieb sagen, was man unter einer „Rendite“ versteht? Falls Sie es wissen, gratulieren wir. Und falls nicht, grämen Sie sich nicht, denn 53 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland wissen es ebenfalls nicht. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) unter 14- bis 24-jährigen Bundesbürgern. Vielleicht würden mehr Menschen über die Bedeutung von Rendite Bescheid wissen, wenn sie wüssten, dass es sich hierbei um eine der aussagekräftigsten Zahlen handelt: Mit ihr kann man vergleichen, wie gut die verschiedenen Spar- und Anlageformen abschneiden.

Wie vermehrt sich Geld?

Die Rendite gibt uns Auskunft, wie sich das gesparte oder angelegte Geld entwickelt hat. Sie stellt in Prozent den Ertrag dar, der innerhalb eines Jahres aus einer bestimmten Geldanlage entsteht. Dafür gibt es je nach Anlageart unterschiedliche Einflussgrößen, die helfen, das Geld zu vermehren. Das können Zinsen sein, wenn man das Geld zum Beispiel auf einem Sparbuch spart oder es an Unternehmen oder Staaten in Form von Anleihen verleiht. Die Rendite kann bei Aktien auch durch die Wertentwicklung der an der Börse gehandelten Papiere entstehen. Im Gegensatz zu Aktien, deren Börsenkurs schwankt, sind die Zinsen für eine bestimmte Zeit festgelegt. Hier lässt sich vorab schon sagen, wie hoch die Rendite am Ende des Jahres sein wird.

Bei der Angabe der Rendite wird zwischen der Brutto- und der Nettorendite unterschieden. Die Bruttorendite entspricht dem Wert vor Abzug der Kosten. Für den Anleger ist allerdings die Nettorendite das entscheidende Vergleichskriterium: Sie gibt den tatsächlichen Gewinn der Geldanlage nach Abzug aller Kosten (etwa Gebühren und Steuern) an. Wenn Sie beispielsweise 100 Euro anlegen und am Ende des Jahres nach Kosten 107 Euro bekommen, dann beträgt Ihre Nettorendite sieben Prozent.

Rendite, Risiko und Liquidität hängen zusammen

Anhand der Renditeergebnisse lässt sich die Attraktivität unterschiedlicher Anlageformen vergleichen. Aktien schneiden zum Beispiel im Renditevergleich gegenüber anderen Anlageformen traditionell ziemlich gut ab. Ebenso können aber auch manche Anleihen, ob von Unternehmen oder Staaten, eine hohe Rendite aufweisen. Die Rendite ist nicht das einzige Kriterium, das sich Anleger anschauen sollten. Damit kommen wir zu zwei weiteren Komponenten des magischen Dreiecks der Vermögensanlage: das Risiko und die Verfügbarkeit des angelegten Geldes (Liquidität). Letztere zeigt an, wie schnell die Anlage in Bargeld umgewandelt werden kann. Das Risiko und die Liquidität bilden mit der Rendite ein Kraftfeld, das sich gegenseitig bedingt und aus dem sich wichtige Faustformeln ableiten. Eine davon lautet: Je mehr die Verfügbarkeit des angelegten Geldes eingeschränkt ist, desto höher ist häufig die Rendite. So bringen etwa zehnjährige Bundesanleihen, bei denen das Geld der Anleger theoretisch zehn Jahre gebunden ist, mehr Rendite als fünfjährige Bundesanleihen. Eine weitere Formel lautet: je höher das Risiko, desto höher die Rendite. Beide Formeln haben für alle Spar- und Anlageformen Gültigkeit. Es gibt allerdings eine Möglichkeit, das Risiko abzufedern. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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