Was ist Inflation?
Mittwoch, 27.06.2018

15 Cent für eine Kugel Eis? Wir erklären, was Inflation ist

Zehn Euro sind zehn Euro? Stimmt. Doch vor einigen Jahren konnten Sie dafür noch ein bisschen mehr kaufen. Ein Grund dafür ist die Inflation.

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Ein Eisbällchen für 15 Cent? Dafür müssten Sie in der Zeit zurückreisen. Denn das war umgerechnet der durchschnittliche Preis für eine Kugel Eis an deutschen Eisdielen im Jahr 1985. Heute sind es schon um die 1,20 Euro. Und beim Eis allein ist es nicht geblieben. Wenn von der Teuerung nicht nur einzelne Produkte betroffen sind, sondern sich allgemein die Preise von Gütern und Dienstleistungen erhöhen, spricht man von Inflation.

Mit der Erhöhung des Preisniveaus geht eine verminderte Kaufkraft einher – das Geld ist also weniger wert. Verschiedene Entwicklungen können die Inflation treiben:

Wenn zum Beispiel die Nachfrage nach Rohstoffen und anderen Gütern so schnell wächst, dass die Anbieter nicht rechtzeitig ihre Produktion ausweiten können, steigen die Preise und damit auch die Kosten für die Produktion von nachgelagerten Waren in der Wertschöpfungskette. Das schlägt sich wiederum im Preis der Waren nieder.

Ein anderer Grund für die Inflation kann eine Erhöhung der Geldmenge sein. Wenn also eine Zentralbank mehr Geld ausgibt, können aufgrund der zusätzlichen Liquidität mehr Güter nachgefragt werden. Auch hier führt die stärkere Nachfrage wiederum zu einer Erhöhung der Preise.

Steigende Preise spüren wir besonders bei Dingen, die wir beinahe täglich brauchen. Zum Beispiel bei Lebensmitteln. So haben sich die Preise für Brot, Kartoffeln und Eier in den vergangenen 35 Jahren stark verändert:

Die Inflation macht sich allerdings nicht nur an der Ladenkasse bemerkbar. Auch beim Sparen spielt sie eine Rolle. Problematisch wird es zum Beispiel dann, wenn die Zinsen niedriger sind als die Inflation. In dem Fall werden die Zinserträge durch die Inflation aufgezehrt, oder anders ausgedrückt: Wer sein Geld auf Sparbuch oder Tagesgeldkonto hortet, verliert. Wenn die Zinsen über einen längeren Zeitraum niedrig sind, kann es daher sinnvoll sein, einen Teil des Ersparten in renditestärkere Anlageformen wie Investmentfonds zu investieren. Jeder, der Geld zur Seite legt, sollte also die Inflation im Hinterkopf behalten.

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