Kopf frei für das Wesentliche
Dienstag, 09.10.2018

Kopf frei für das Wesentliche

Studierende können sich mit diesen Finanztipps ganz aufs Lernen konzentrieren.

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Mit einem Studium beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Seminare besuchen, neue Freunde finden, Referate halten, bestandene Prüfungen feiern – und meist mit wenig Geld auskommen. Wie das gelingt? Zum Beispiel mit unseren Tipps:

Tipp 1: Bafög beantragen

Ein Studium ist eine gute Investition in die Zukunft, kostet aber auch eine Menge Geld. Je nach Studienort können die monatlichen Lebenshaltungskosten über 1.000 Euro betragen. Damit der Wunsch zu studieren nicht am Geld scheitert, hilft der Staat bei der Finanzierung mit der Zahlung des sogenannten Bafögs. Bis zu 735 Euro können Studierende im Monat bekommen. Befürchtet man, nicht alle Anforderungen zu erfüllen, lohnt sich laut Empfehlungen des Studentenwerks der Antrag dennoch. Schließlich hilft auch eine teilweise Förderung, und nach dem Studium muss nur maximal die Hälfte des Geldes zurückgezahlt werden.

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Für alle, die ein Auslandssemester planen: Auch hierfür gibt es Bafög. Darauf haben sogar Studierende eine Chance, die kein reguläres Bafög erhalten. Außerdem rechnet es sich, im Rahmen des Erasmus-Programms ins Ausland zu gehen. Dabei erhalten Studierende einen monatlichen Zuschuss und werden von den Studiengebühren der Partneruniversität befreit.

Tipp 2: Stipendien in Anspruch nehmen

Neben der staatlichen Förderung gibt es auch eine finanzielle Unterstützung in Form von Stipendien. Sie werden von Stiftungen und Organisationen vergeben. Exzellente Noten und ehrenamtliches Engagement sind gute Voraussetzungen, um ein Stipendium zu erhalten. Das Angebot an Stipendien ist jedoch größer, als viele vermuten. Neben allgemeinen Stipendien finden sich zum Beispiel auch solche für Auslandsaufenthalte oder bestimmte Forschungsvorhaben. Zudem gibt es eine Vielzahl kleinerer Stiftungen und Institutionen, die Stipendien zuteilen. Sie sind vergleichsweise unbekannt und die Bewerberzahlen entsprechend gering. Es ist ratsam, ein wenig Zeit in die Suche nach einem Stipendium zu investieren. Und das nicht nur im ersten Semester.

Es gibt allerdings keine einheitliche Regelung, was den gleichzeitigen Bezug von Bafög betrifft. Für einige Stipendien gibt es zum Beispiel Freibeträge, die nicht auf das Bafög angerechnet werden. Studentenwerke sind hier eine gute Adresse, um sich zu dieser Frage beraten zu lassen.

Monatliche Kosten während des Studiums

Monatliche Kosten während des Studiums

Tipp 3: Rundfunkbeitrag sparen oder teilen

Alle Studenten, die Bafög erhalten, sind vom Rundfunkbeitrag befreit. Allerdings nicht automatisch: Die Bafög-Bescheinigung muss an den Beitragsservice geschickt werden. Wer kein Bafög bekommt, aber in einer WG wohnt, kann ebenfalls sparen. Da der Rundfunkbeitrag pro Wohnung berechnet wird, genügt es, dass sich einer der Bewohner beim Beitragsservice anmeldet. Die anderen WG-Mitglieder können dessen Beitragsnummer beim Beitragsservice angeben und brauchen nicht extra zu zahlen. Der monatliche Beitrag von 17,50 Euro wird dann untereinander aufgeteilt.

Tipp 4: Studienkosten von der Steuer absetzen

Viele Studierende arbeiten neben dem Studium. Wird der Nebenjob gut entlohnt, müssen auf dieses Einkommen Steuern gezahlt werden. Einen Teil davon kann man sich über die Steuererklärung wieder zurückholen. Die Kosten für ein Erststudium können als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Soll es nach dem Bachelor mit einem Masterstudium weitergehen, gilt dieses als Zweitausbildung. Diese Kosten sind als Werbungskosten absetzbar.

Tipp 5: Hochschulkurse besuchen

Universitäten und Hochschulen haben mehr zu bieten als die Pflichtveranstaltungen für das Studium. Neben Vorlesungen, Seminaren und Tutorien gibt es ein großes Angebot an kostenfreien Kursen und Workshops. Sprachinteressierte können zum Beispiel Kurse in Norwegisch besuchen, und Sportbegeisterte sparen sich mit dem Uni-Sportprogramm den Beitrag für das Fitnessstudio.

Tipp 6: Studentenrabatte nutzen

Mit einem Studierendenausweis gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Ermäßigungen zu bekommen, von der Kinokarte über den Eintritt ins Schwimmbad, den Pizzabringdienst und das Zeitungsabo bis zu Bahnreisen und Handyvertrag. Manchmal ist der Eintritt sogar frei, denn einige Museen und Theater halten ein gewisses Kontingent an Freikarten für Studierende bereit.

Tipp 7: Ausgaben im Blick behalten

Studierende, die mit wenig Geld auskommen müssen, lernen schnell, auf ihre Ausgaben zu achten. Ein Haushaltsbuch bietet dabei Unterstützung, denn man sieht genau, wofür das Geld ausgegeben wird.

Mit diesen Tipps kommen Studierende auch mit einem geringen Budget finanziell gut durchs Studium und können vielleicht sogar etwas Geld zur Seite legen. Darum lautet unser Zusatztipp: an die Zukunft denken. Auch ein vergleichsweise geringer Betrag von 25 Euro im Monat hilft dabei, nach dem Studium nicht nur gut ausgebildet, sondern mit einer finanziellen Grundlage ins Berufsleben zu starten.

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